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Der Rennofen (experimentelle Archäologie des Spundloch
Haufens)
"Ofenmeister": Sigi, Bert, Gerd |
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Ofen Aufbau: ca. Werte Ofenhöhe: |
[cm] |
Eisenerz
Herkunftsland: Brasilien
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![]() Rennofen mit Gebläse in Riedenburg an der Schambach |
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| Durchmesser Schlot oben: |
25
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| Durchmesser Basis (Schlot / Gesamt) |
30
/ 70
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| Wandstärke Basis: |
20
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| Wandstärke Schlot oben: |
7
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| Der
Ofen ist nur aus Lehm errichtet ,ohne Verwendung von Stroh oder anderen
Hilfsmitteln. Es gibt zwei Düsenöffnungen etwa 25 cm über
Basis (verschließbar), Durchmesser 5 cm Neigung < 10° rechts: eingesetztes Erz (Brasilien) |
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Gewinnen
des Eisens: 2 C + O2 -> 2CO 2 Fe2O3 + CO -> 2 Fe3O4 + CO2 Fe3O4 + CO -> 3FeO + CO2 FeO + CO -> Fe + CO2 Zuschläge : CaO/ Al2O3 /SiO2 |
In
der heißen Kohleschicht wandelt sich das Kohlendioxid gemäß
dem Boudouard Gleichgewicht wieder in Kohlenmonoxid um, das von neuem als
Reduktionsmittel wirkt. In Summe erfolgt die Reduktion der Eisenoxide durch
den Kohlenstoff : CO2 + C -> 2 CO 2FeO + 2 CO -> 2Fe + 2CO2 ----------------------------------- 2 FeO + C -> 2Fe + CO2 Da die Reaktion endotherm ist, muss Energie zugeführt werden |
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In
Wikipedia
gibt es zum Thema Rennofen eine kurze, übersichtliche Einführung: "Bei
dem Rennofen (siehe Abbildung) handelte es sich um aus Lehm oder Steinen
errichtete Schachtöfen von ca. einem bis anderthalb Metern Höhe. Unter
dem Schacht befand sich in manchen Fällen eine Herdgrube, die sog. Renngrube.
Die Rennöfen wurden mit Holzkohle, selten mit Holz oder Torf warmgeheizt
und von oben wechselschichtig mit Brennstoff und Erz mit einem Eisengehalt
von bis zu 40 Prozent befüllt. Bei einer Temperatur von 1200 bis 1400
°C wurde ein Teil des Eisens im festen Zustand reduziert, gleichzeitig
kam es zu einer Schlackenbildung (Schlacke). Die Schmelztemperatur von
Eisen bei 1539 Grad Celsius wurde nicht erreicht. Die Schlacke lief (rann,
daher der Name) aus Öffnungen aus dem Ofen bzw. in die Herdgrube. Da
die Rennofentechnologie über mehr als 2.000 Jahre Anwendung fand, ist
bei den zahlreichen Verfahrensweisen und Bauformen keine allgemeingültige
Beschreibung der Ofenfahrweise möglich. Versuche ergaben aber, dass zur
Gewinnung von einem Kilogramm Eisen ca. 30 Kilogramm Holzkohle erforderlich
waren. Die Belüftung erfolgte in der Regel durch einen Blasebalg, es gab
aber auch Ofenformen, in denen der natürliche Luftzug ausreichte. Deshalb
wurden Rennöfen gerne auf Höhenzügen angelegt." Ein Höhenzug steht uns
nicht zu Verfügung, aber die Erfahrung und Unterstützung von Herrn StD.
Stegmüller, Lehrer für Chemie am Apian Gymnasium Ingolstadt, Initiator
einiger Projekte zum Thema Rennofen. Der Platz ist schon ausgesucht und
die Vorbesprechungen haben stattgefunden. Mit etwas Glück und Schweiß,
Feuer, Erde und Wasser wird es uns gelingen etwas Eisen herzustellen.
Was es taugen wird und wie das Experiment gelingt werden wir sehen, in
jedem Fall wird es uns dem Spaß an der Geschichte sicher wieder ein Stück
näher bringen.
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SSonntag am Morgen gegen 6:00 |
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Abb:
Jöns, H.:: Eisengewinnung im norddeutschen Flachland. In: Steuer und Zimmermann.
S. 63-69 |
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Links: |
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| Oben: prinzipieller Aufbau eines Rennofens, rechts Analyse eines eingesetzten Raseneiesenerzes, Quelle: Bernhard Reepen und Dr. Hermann Josef Drexler :www.heimatverein-greven.de , sowie die Analyse des eingesetzten Erzes (Fe Anteil umgrechnet 69%) |
Der Name des Eisens (siehe Römpps Chemie Lexikon, Otto-Albrecht Neumüller, Franckh, Fachlexikon) Eisen: keltisch, illyrisch isarno, althochdeutsch: isarn, altirisch:iarn, scheint verwandt mit dem lateinischen ira=Zorn, das zornige kräftige Metall
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| Die
Geschichte des Eisen: siehe Römpps Chemie Lexikon, Otto-Albrecht Neumüller, Franckh, Fachlexikon) Man kann für die Entdeckung des Fe kein genaues Datum angeben; sie verliert sich im Dunkel der Vorgeschichte. Wahrscheinlich wurde zunachst das ziemlich reine, seltene Meteoreisen als Waffe u. Werkzeug verwendet, da dieses keine umständlichen Verhüttungsverfahren erforderte. Kleinere Fe-Gegenstande findet man schon in ägyptischen. Gräbern, die etwa 4000 v. Chr. angelegt wurden, eiserne Werkzeuge um 3500 v. Chr. in Anatolien. Um 400 v. Chr. - in Europa datiert man die Eisenzeit auf ca. 800 v. Chr. bis zurn Jahre 0 - wurde im Siegerland bereits Fe verhüttet, und die Romer hatten schon vor 1800-2000 Jahren große Fe-Verhüttungsanlagen in Italien, Spanien, England, am Rhein u. in der Steiermark. Die berühmte Eisensäule von Delhi wurde etwa um 300 n. Chr. erstellt (vgl. a. Dorner, Umschau 67 (1967) 84). Die ersten Hochofen kamen im 14. Jh. auf. Mit der fortschreitenden Vergrößerung und Verbesserung der Hochofen u. der Beschleunigung bzw. Verbilligung der Stahlerzeugung (Siemens-Martin-Verf. 1864, Thomasprozess1877) erreichte die Eisenindustrie. schließlich ihren heutigen hochentwickelten Stand. Neben seiner herausragenden Bedeutung als Werkstoff wurde Eisen in der Alchemie verwendet, wo es mit dem Zeichen für Mars/Männlichkeit ? assoziiert wurde. Da europäische Verarbeitungstechniken (Rennofen) nur Temperaturen von knapp 1.300 °C erreichten, fand die Entwicklung von Gusseisen erst im 15. Jahrhundert in Schweden (Lapphyttan und Vinarhyttan) statt. Mit der gegossenen Kanonenkugel verbreitete sich die Gusseisenverarbeitung schnell wie die Feldzüge über ganz Europa. Als die schwindenden Wälder den wachsenden Holzkohlebedarf zur Eisengewinnung in Großbritannien nicht mehr decken konnten, wurde Kohle (genauer das Kohleprodukt Koks) von Abraham Darby als Alternative entwickelt. Diese Umstellung, zusammen mit der Erfindung der Dampfmaschine, gilt als Beginn der industriellen Revolution. http://de.wikipedia.org/wiki/Eisen#Geschichte |
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EISEN
(Fe, Ordnungszahl
26) ![]() Phasendiagramm Eisen (Hollemann Wieberg, Lehrbuch der Anorganischen Chemie) |
Der
Rennofen entsteht: 24.05.2007
Noch 7 Monate bis Weihnachten, Weiterarbeit Zielhöhe 100 cm ..
110 cm |
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![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Flammenfärbungen des austretenden Gichtgases (CO, Kohlenoxid, Zündtemperatur 605°C) während des Betriebs des Rennofens (nach ca. 4h / 6 h / 8h). Unten Blick in den Rennofen (nach ca. 14 Betriebsstunden) |
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Rennofen
Hauptschule Arzberg am 05./06.067.2008 (Leitung Jürgen Winkler, www.hs-arzberg.de) |
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Aufbau des Rennofens: Fotos
1 ..4 Ausheben der Grube |
![]() |
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Ausheben
der Grube
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Abb. aus: Meyer, R.K.F und Schmidt-Kahler, H.: Wanderungen durch die Erdgeschichte. Bd. 6. Unteres Altmühltal und Weltenburger Enge. München 1994. S. 116 siehe auch: http://home.arcor.de/nagel-frank/hintergrund.htm#Rennofen |
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Vorbereiten
der Basisplatte
(Stärke ca. 5cm) |
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Aufbau
der Basis mit Schablone
(Radius 30 cm) |
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Aufbau
der Basis bis Höhe Feuerloch
ca. 20 cm |
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Basis
mit Feuerloch
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Aufbau
40 cm mit Rundholzeinsatz
für Blaslöcher (2) |
Abschätzung
Gewicht des Rennofens: 1. Volumen Fundament: VF = Pi*hF*R² 2. Volumen 1. Ring: V1R= Pi*h1R*(R² - r²) (r= Innenradius (Schlot)) 3. Volumen Konus: Vk = Pi*hk*((Ru²+Ro²+Ru*Ro)/3 - r²) (o=oben / u=unten) spez. Gew. Lehm Roh ca. 2g/cm³ Gewicht: Roh*(VF+V1R+Vk) |
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12.05.07
Innenhöhe ca. 10 cm / 16.05.07 Innenhöhe ca. 40 cm /19.05.07
Ausheizen
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Ausheizen
der Basis
ca. 6 h |
Herstellung des Eisens vor 1400 Bildnachweis: Abels Björn-Uwe u. Haberstroh
Jochen: Ausgrabungen und Funde in Oberfranken (Fundchronik) Nr. 1 (1977-1978)
bis Nr. 12 (1999-2000), in : "Geschichte am Obermain", Jahrbuch des
Colloquium Historicum Wirsbergense, Jahrbuch 12 bis 23 (1978/79 bis
2001/2002)
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Blick
von obern und in das Feuerloch
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| ganz rechts: Gesinterte Basis und dann Regenschutz für den Rennofen |
Rennofen im Altmühltal http://www.altmuehltal.de/thalmaessing/wanderweg/eisen.htm Zeitungsberichte
über unser Projekt als pdf (ca. 15,202 MB): |
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20.05.2007
Innenhöhe ca. 55 cm
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Rennofen
von oben
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3D
View des Lagers mit Rennofen
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Schlot vor dem Betrieb
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| Reste im Schlot, deutliche Rotfärbung | ||||||
| Rechts: Durchhalten in der Dalmore Nacht | ||||||
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oben:
22.05.2007 Innenhöhe ca. 82 cm
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22.05.2007
Zwischenhöhe 75 cm
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Vielen
Dank für den Riedenburger Ritter! "Spundloch Ausführung"
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oben: Sollhöhe 102 cm erreicht. Der Rennofen ist fertig. Kerstin hat die Inschriften und Symbole angebracht. Die vier alchemistischen Elemente, das Zeichen für Eisen, das Spundloch Symbol mit den Zeichen <ALU> (was soviel wie "Schutz, tabu oder Verzauberung" heissen soll, oder aber profan für Bier oder Met steht. Was auch immer: am Ende steht das Bier im Faß, und das Faß ist nichts ohne Spundloch! Unten: Die lange Nacht des Dalmore. Wir erleben wie unsere Vorfahren gearbeitet haben. Witterungsbedingt könne wir am 02.06. erst um 18:00 anheizen und den Ofen über 2 h langsam auf Betrieibstemperatur (ca. 1200 bis 1300°C bringen). Fotos: Anheizen, das Gichtgas ist entzündet, folgende 4 Bilder Wache vor dem Ofen, Flammenfärbung der Gichtgase und endlich ist das Zeil erreicht: Teil dere Luppe (3,9 kg). Ganz unten: Der Ofen nach 14 h. Er wird hoffentlich eine Weile erhalten bleiben, |
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Abbildungen eines Blasebalg und Rennoffens beschrieben von Georg Agricola, De Re Metallica, Libri XII, Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen, Matrixverlag, Neuntes Buch, 16 Jh., Seite 321 ff.. Unser Blasebalg, von Bert angefertigt, ist ähnlich aufgebaut (siehe Abb. oben). Weiter beschreibt Agricola die Verhüttung des Eisenerzes im Rennofen (Treibofen). Zitat: " Eisenerz von besonderer Güte werden in einem Ofen verschmolzen, der einem Treibofen nicht unähnlich ist. Der Herd ist 31/2 Fuß hoch und je 5 Fuß lang und breit. In seiner Mitte besitzt er eine Vertiefung .... Er kann höher oder niedriger und weiter und enger sein, je nachdem ob aus einem Erze viel oder wenig Eisen entsteht. Dem Meister wird eine bestimmte Menge Eisenerz überwiesen, aus dem er mehr oder weniger Eisen erschmelzen kann. Wenn er zu diesem Zweck sein Werk und seine Arbeit beginnt, wirft er zunächst Holzkohlen in den Tiegel und streut dann über diese eine eiserne Schaufel voll zerkeleinertes Erz, gemischt mit Kalk, der noch nicht abgelöscht worden ist. Dann gibt er wiederum Kohlen auf und streut Erz darüber und wiederholt solange, bis eer einen schwach aufsteigenden Haufen gebildet hat. Diesen schmilzt er, indem er die Kohlen anzündet, den Winf aus den Blasebälgen, die sorgfältig in eine Düse eingelagert sind, anläßt und so das Feuer kräftig anfacht....... |
Betrieb eines Rennofens im 16. Jahrhundert, Georg Agricola, 12 Bücher vom Berg- und Hüttenwesen, Matrixverlag | |||||
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Rasterelektronenmikroskop-
Untersuchungen Man sieht in der Aufnahme deutlich die Eisen Kristallite, umgeben von Ca-Silikaten (inkl. Verunreinigungen aus dem Erz). Der Schmied der Dolina Geseelschaft für Landeskunde e.V. hat recht gehabt. Er wies uns darauf hin, dass man das Eisenkorn in der Rotglot farblich von den Schlackenanteilen unterscheiden kann. Man müsse im glühenden Material unter sanften äußeren Druck die Kristallite mehr und mehr vereinigen, dann wird das Material auch bearbeitbar. Sigi hat recht, wir haben die Temparatur zu früh fallen lassen. Wahrscheinlich wäre es gut gewesen noch 2 bis 3 Stunden ohne weitere Erzzugabe zu heizen, um weiteres Kornwachstum zu fördern, dann wäre vermulich auch ein besserer Schlackefluss entstanden. |
![]() |
llinks oben Calcium links unten Silicium Verteilung rechts:
Eisen Verteilung unten links nach rechts:Analyse des Schliffes der zweiten Probe, Bereiche inkl. EDX Spektren der Bereiche 4 und 8 (eisenhaltig und eisenarme Zonen (Zwischenkormzonen) |
![]() |
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Vorläufiges Ergebnis: Es
ist im vollem Umfang gelungen eine Eisenluppe unter den Bedingungen
eines Feldlagers zu erzeugen, nur mit Methoden, die vor dem 14.
Jh zur Verfügung standen. Das System Rennofen / 2-Kammer-Blaseblag
ist funktionstüchtig. Die Ofentemperatur konnten über Erfahrung
und Wissen der beteiligten Fachleute (Siegfried Krause und Bernhard Klier)
subjektiv kontrolliert werden, d.h. es wurde bewusst auf den Einsatz von
Temperaturmesseinrichtungen (Fühler, Seegerkegel etc.) verzichtet.
14 Betriebstunden des Ofen reichten aus, um ca. 15 kg schlackendurchsetzte
Eisenluppe zu erzeugen. Aufgrund Reinheit des eingesetzten Erzes(vergleiche
o.a. Analysen) konnte, wie schon bei anderen
Versuchen mit dem eingesetzten Erz kein Schlackefluss beobachtet werden.
Dies kann auch zum Teil daran liegen, dass sich in der Schlussphase eine
Kammer im Ofenraum mit Decke oberhalb der Zuluftöffnugen gebildet
hat. Eine Erklärung hierfür ist in der Betriebsweise des Rennofen
gegen Ende des Prozesse zu finden. Das so gewonnen Eisen ist, wie erwartet,
noch nicht schmiedbar. Es wird durch Bert Klier weiter vorsichtig behandelt.
Dank an dieser Stelle für die wertvollen Hinweise des Schmiedes der
DOLINA Gesellschaft für Landeskunde e.V. Nachdem unser Rennofen/Belüftungssystem
getestet wurde, können jetzt die weiteren Versuche zur Optimierung
folgen (z.B. Einsatz hiesigem Erzes). Da der Ofen unvesehrt hinterlassen
wurde, kann dieser jederzeit besichtigt werden.
(Autoren und Betreiber: Siegfried Krause, Bernhard Klier, Dr. Gerd Schulz) |
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Vielen Dank allen, die mit geholfen haben, diesen Erfolg zu ermöglichen. Allen voran Berti (der sich mit durch die Nacht kämpfte und darüberhinaus den Blasebalg hergestellt hat), Andrea und "Siegurd/Kriemhilde" (die Sigi während des Aufbaus entbehren mussten) und dem Apian Gymnasium Ingolstadt mit Herrn Studiendirektor Alfred Stegmüller sowie Hans und Gabi Dürschinger und ihren Jungs aus Riedenburg. Aber auch allen denen, die mit uns gewacht und ausgehalten haben in der langen Nacht des Dalmore (Danke insbesondere an Susi, Heiko, Mo, Kalle und Jay). Den Riedenburgern und Besuchern, vor allem Herrn Prof. Dr. Brenner (Ehrenpräsident der DOLINA Gesellschaft für Landeskunde e.V.) sowie den Vorsitzenden und Mitgliedern des Vereins und Herrn Huber (Hammerschmiede Hexenagger) danken wir für Ihr überaus starkes Interesse und interessanten Informationen. Wir werden demnächst unsere Erfahrungen detailliert präsentieren und wissen schon wie wir es besser machen können ! |
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Deutliche Verwitterungspuren nach ca. 3 Wochen durch den zwischenzeitlichen Regen verursacht. Mittlerweile ist der Ofen auch umgefallen. Jedoch haben Gabi und Hans und die Jungs die Einzelteile gerettet. 4. links Bild oben: Man erkennt deutlich die Reaktion mit dem Lehm der Ofenwandung. Dieser Vorgang trägt ebenfalls zur Schlackenbildung 4. links Bild unten: Erkennbar, Verwittertunsspuren an der Inschrift |
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