Vom Burgstall zur Burgruine

Texte und Bilder mit freundlicher Genehmigung:
Der Neue Tag, Redaktion Grenzwarte, Oberviechtach und Bernhard Klier

Berichte des Neuen Tag über die Ausgrabungen von Bert Klier, Schmied des Spundloch Haufens
"Auf der Burg Wildstein wurde gekämpft!" ließ Schaller wissen. Zwei Kettenhemdglieder und mehrere Wolfsangeln (Krähenfüße) weisen auf kriegerische Handlungen hin. Haupteisenfunde waren Nägel in allen Variationen. Daneben wurden viele Armbrustbolzen aus der Versturz- und Zerstörungsschicht freigelegt, die als Kriegsgeschosse dienten. Die meisten Armbrustspitzen (die Armbrust war eine tödliche Waffe) wurden bei einer Scharte entdeckt. Ein behauener Stein aus Granit gibt darüber Aufschluss, dass Gewändefragmente aus Granit für Tür- oder Fensterstöcke verwendet wurden. Auf dem Hauptfelsen stand ein besseres Bauwerk, war sich Schaller sicher. Die Steine wurden später alle abgetragen. Teilweise war die Burg mit Dachziegeln gedeckt, aber auch mit Schindeln. Ausgegraben wurden auch Teile von in Lehmkuppeln eingebauten unglasierten Schüsselkacheln ("Kachelöfen" ab 14. Jahrhundert).
Schlossberg von vielen Geheimnissen umgeben
Wildstein. (pt) Schon immer war der Schlossberg mit Geheimnissen umgeben. Die bekannteste Sage dürfte die vom Sonntagskind sein. Demzufolge sollen in den Kellern des Schlossberges noch viele Schätze verborgen liegen. Nur für ein Sonntagskind, das zur Passion am Palmsonntag am Berg ist, öffne sich der Kellereingang zu den Schätzen. , Nach einer anderen Sage geht noch heute ' das "weiße Fräulein von Wildstein" am Berg "um" und auch von einer "weißen Frau", die öfter zur Nachtzeit vom Schlossberg herabgekommen sein soll, wird berichtet. Eine andere Sage beschäftigt sich wieder mit den Goldschätzen. Warum die Wildsteiner davon nichts mehr finden, sollen sie den Venediger zu verdanken haben, die diesen mit Hilfe des Teufels gehoben haben sollen. Ein Hütersohn aus Großenschwand hatte der Sage nach mehr Glück: Er fand mit Hilfe eines Erdspiegels den Eingang und holte sich oftmals Gold. Den Erdspiegel versteckte er unter der Wurzel einer Krammetstaude am Westhang des Schlossberges. Wer ihn wohl einmal findet?

Bernhard "Berti" Klier

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